Amerika, Die Reise 2017, USA
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#25 – Chicago: Viel mehr als ein Stop-over.

Um die lange Reise von Hawaii in die Schweiz zu unterbrechen, haben wir uns entschieden, ein paar Tage in Chicago zu verbringen. Von Maui fliegen wir via San Francisco über Nacht nach Chicago (350 Franken pro Person). United Airlines lässt zwei Handgepäckstücke in der Kabine zu, das Chaos (weil fehlender Platz in der Kofferablage) ist vorprogrammiert.

Und ganz ehrlich, der erste Flug war der schlimmste, den ich je erlebt habe. Wir werden über längere Zeit so richtig durchgerüttelt, meine Finger krallen sich in den Arm des Mannes, der Kapitän sagt dazu nichts, ausser: „Cabin Crew, get seated.“ Was ich denke: „Solange die Atemmasken nicht runterkommen, ist alles noch nicht so schlimm.“ Ich bin sehr erleichtert, als wir dann am Mittag in Chicago landen.

Mit der Blue Line fahren wir für fünf Dollar in die Stadt und laufen zum Hotel „Homewood Suites by Hilton Chicago“ an der East Grand Avenue. Die drei Nächte hier kosten uns nur 380 Dollar und dafür bekommen wir echt viel: nicht nur ein Zimmer, sondern ein Apartment mit Küche, Sofaecke und grossem Bett mit guter Matratze. Ich würde jederzeit wieder hierher kommen!

Ansehen, Ausflüge

      

  • Architecture River Tour: Eher zufällig fällt mir beim Navy Pier das Kassenhäuschen von „Shoreline“ auf und wir haben Glück, in einer halben Stunde startet eine Tour. Pro Person kostet diese 42 Dollar und sie ist jeden Cent wert. Kevin, der Guide auf dem Boot, bringt uns in 60 Minuten auf interessante und witzige Art die Architektur von Chicago näher. Und die ist echt grossartig und vielfältig! Er erklärt uns auch, dass der Begriff „Windy City“ nicht davon kommt, dass es in der Stadt sehr windig ist (was aber natürlich schon auch der Fall ist), sondern weil die Politiker nur heisse Luft rauslassen. Was nun stimmt? Hier eine mögliche Erklärung.

    

  • „Art Institute of Chicago“, 111 South Michigan Avenue: Der Eintritt kostet 25 Dollar pro Person. Und eigentlich müsste man mehrmals hierher kommen, so viel verschiedenes gibt es zu sehen: Auguste Rodin neben Richard Avedon, Edward Hopper, John Singer Sargent, Gerhard Richter, Cindy Sherman und Kawase Hasui. Sehr eindrücklich!

    

  • Ein Spaziergang durch Navy Pier Park, Milton Lee Olive Park und Millennium Park mit dem Jay Pritzker Pavilion und der Skulptur Cloud Gate von Anish Kaper. Zu Fuss kann man hier sowieso sehr viel machen.
  • Shopping auf der Michigan Avenue „The Magnificent Mile“: Eine Woche vor Weihnachten sind hier zwar sehr viele Leute unterwegs, trotzdem ist es irgendwie entspannt und schön.

Essen

  • „Star of Siam“, 11 East Illinois Street: Sehr gutes thailändisches Essen in einem hübschen Restaurant mit freundlicher und aufmerksamer Bedienung.
  • „Pizzeria Via Stato“, 620 North State Street: Wirklich sehr gute, aber eher kleinere Pizzen. Eine Vorspeise hat immer noch Platz.
  • Um Lebensmittel zu kaufen, ist der Whole Foods Market meine erste Wahl: Gemüse, Früchte, gesundes gekochtes Essen zum Mitnehmen und auch noch einiges an Kosmetikartikel.
  • Und noch eine Nicht-Hingeh-Empfehlung: Das „West Egg Cafe“ ist zwar auf TripAdvisor unter den Top 10 der Frühstücks-Restaurants gelistet, ein Besuch lohnt sich allerdings nicht. Das Personal ist unfreundlich, die Auswahl zwar riesig, das Essen aber ohne Liebe gekocht, die Preise eigentlich gut.

Wetter
Es ist kalt (zwischen 2 und 5 Grad), zwischendurch scheint die Sonne und ein Mal regnet es. Und natürlich windet es immer ein wenig. Immerhin schneit es nicht.

Die Zeit hier war viel zu kurz, denn ich finde Chicago einfach nur grossartig! Ich muss also bald mal wieder kommen, am Besten, wenn es etwas wärmer ist. Wobei… ich hätte ja noch einen „Rückflug“ Ende Februar, Swiss-Hin-und-Rückflug-ist-günstiger sei Dank (Ticket CHF 1500 pro Person). Jetzt geht es erst mal zurück nach Hause in die Schweiz. Weihnachten! Und das wars dann auch mit unserer Reise 2017. Ein Abschlusspost folgt…

6 Kommentare

  1. Marta sagt

    Ja, ich liebe Chicago auch!! Eine total unterschätzte Stadt. Und sehr «walkable», was für wenige Grossstädte der USA zutrifft. Zudem eine Stadt mit unglaublich toller Kunst im öffentlichen Raum! Ab Chicago auch sehr zu empfehlen: Per Zug via Denver nach San Francisco (mit Übernachtung im Schlafwagen). Alte Eisenbahnstrecke der Goldgräber, vorbei an imposanten Landschaften…

    • Du hattest wohl eine bahnerfahrene Begleitung 😉 Danke für den Tipp, denn es wird bestimmt ein nächstes Mal Chicago geben!

  2. Mimi sagt

    Sooo cool, denn ich plane dieses Jahr nach Chicago zu gehen, da kommt dein Bericht darüber, wie bestellt.

    Genießt es.

  3. Myriam sagt

    My dear, im Art Institute hätte ich mich am liebsten über Nacht einsperren lassen. 👍
    Danke für diese Zeitreise. Damals war es Dezember, saukalt und sauglatt. The Windy City ist architektonisch ein kleines Juwel. Das Carbide & Carbon Building hatte es mir damals angetan♥️.
    In einem anderen Genre empfehlenswert: The Shedd Aquarium mit dem verkabelten Taucher Marty (Vorname beliebig, aber der Taucher in Fleisch und Blut bleibt unvergesslich), der den versammelten Kinderscharen (und verträumten Erwachsenen wie mir) live aus dem blauen Becken die Fische erklärte. Auch sehr eindrücklich: Sue. Sue hat sozusagen Modelmasse und ziert das Field Museum of National History. Das Model ist 67 Millionen Jahre jung und das besterhaltene Skelett eines Tyrannosaurus Rex.

    Auf bald😘

    • Das kann ich mir vorstellen 🙂
      Und danke für die Tipps, die können wir für den (hoffentlich baldigen) zweiten Besuch in dieser tollen Stadt bestimmt gut gebrauchen!

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