Asien, Die Reise 2017
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#15 – Kyoto: Auch beim zweiten Besuch noch faszinierend.

Endlich kommt nun auch der Japan Railpass zum Einsatz. Wir haben diesen noch in der Schweiz für 21 Tage gekauft (520 Franken pro Person, 2. Klasse). In etwas mehr als zwei Stunden rasen wir nun im Shinkansen von Tokyo nach Kyoto, die Plätze haben wir noch am Bahnhof (gratis) reserviert.

      

Für eine Woche ist das „Rinn Guest House“, Shichijo Ohashi Bridge, unser Zuhause. Erst vor ein paar Monaten eröffnet, verfügt dieses herzige, einfache Hotel über knapp 30 Zimmer. Unseres auch mit kleiner Küchenzeile und Waschmaschine ausgestattet. Fast direkt am Fluss Kamo und dem Alten Viertel gelegen für alle Unternehmungen einfach perfekt. Mit dem Taxi sind es vom Bahnhof etwa fünf Minuten, mit dem Bus zehn, zu Fuss fünfzehn bis zwanzig.

Ausflüge, Ansehen
So einiges haben wir schon vor zwei Jahren unternommen, die entsprechenden Tipps einfach hier nachlesen. Neu kann ich euch folgendes empfehlen:

    

  • Himeji: Mit dem Zug sind wir in in einer Stunde da und die weisse, strahlende Burg sieht man schon, wenn man aus dem Bahnhof kommt. Der Eintritt kostet 1000 Yen pro Person (rund 9 Franken) und berechtigt einen, durch das Gelände zu laufen und in der Burg selber sieben Stockwerke hoch. Im Kombi-Ticket für 1040 Yen gibt es auch noch den Kokoen Garden dazu – und diese 40 Yen sind gut eingesetzt.
    Falls man noch etwas Zeit hat, bevor der Zug fährt: Direkt beim Bahnhof befindet sich das Warenhaus „Piole“ mit coolen, modernen Shops.

    

  • Ein Velo mieten und den Fluss entlang fahren. Wir tun das bis zum Botanischen Garten, man könnte aber noch weiter. Das Coole ist, dass man unterhalb der Strasse fährt und somit nie an Kreuzungen warten muss. Der Garten selber gibt grad nicht so viel her, ist wohl die falsche (Jahres-)Zeit. Ausserdem hat er einige Schäden durch den Taifun letzte Woche erlitten.
  • „Forever Museum of Contemporary Art“, 570-2 Gionmachi Minamigawa: Erst im Juni eröffnet, läuft im Moment eine Ausstellung von Yayoi Kusama (wer kennt ihre Punkt-Kunstwerke nicht?). Die Anzahl Werke ist überschaubar und einmal mehr bin ich überrascht, wie wenig Zusatzinformationen zu den Werken es gibt. Ausser Jahreszahlen und Bezeichnungen nämlich keine. Finde ich persönlich etwas schade, scheint in Japan aber eher üblich zu sein. Eintritt 1200 Yen pro Person.

      

  • Kobe: Mit dem Shinkansen sind wir in einer halben Stunde in Shin-Kobe und wollen eigentlich direkt mit der Seilbahn hoch zum Mount Rokko. Bloss: die fährt wegen zu viel Wind heute leider nicht. Na dann, gibts bergaufwärts halt nur den Nunobiki-Wasserfall, der zu Fuss in 15 Minuten erreichbar und auch nett anzuschauen ist. Danach streifen wir durch den Stadtteil Kitano-cho mit seinen europäischen Häusern (für die Japaner, welche noch nie in Europa waren, bestimmt noch nett, für uns jetzt nicht übermässig spektakulär), welche man für einen kleinen Beitrag auch innen ansehen kann, und durch Einkaufsarkaden bis runter zum Hafen. Hier finden sich Memorial, Informationen und Park zum Erdbeben von 1995, der Port Tower und fürs Vergnügen das „Umie Mosaic“ mit Shops, Restaurants und einem Riesenrad.

    

Etwas Abwechslung in die Zweisamkeit bringen ein ehemaliger Arbeitskollege vom Mann und seine Frau, welche gleichzeitig mit uns in Kyoto sind. Wir verbringen einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Tag zusammen, welcher mit Frühstück im „Murmur“ beginnt und mit Kaffee im Starbucks Marui an der Shijo Dori (6. Etage, also unbedingt Sitzplatz am Fenster ergattern!) endet. Und dazwischen laufen wir unter anderem hoch zum Kiyomizu-dera Tempel, welcher auf alle Fälle einen zweiten Besuch wert ist, auch wenn er wegen Renovation verhüllt ist. Die restlichen Bauten und die grossartige Sicht über die Stadt lohnen den Weg aber trotzdem.

Essen, Trinken
Man kann Spaghetti auch in einer Bratpfanne al dente kochen und die Tomatensauce, die wir hier kaufen können, ist gar nicht mal so schlecht. Mittags gibts unterwegs häufig mal Nudelsuppe, auch mal einen (durchschnittlichen) Thai (dasselbe gilt für den Vietnamesen) und folgende Neu-Empfehlungen:

„Murmur Coffee“, 103 Hachiojicho: Nette Bedienung, guter Kaffee und leckere Toasts für den perfekten Start in den Tag!

„IL ZaccaYa“, 223 Shimohorizumecho: Unser absoluter Lieblingsladen für Apéro, Nachtessen und Schlummi! Die drei Jungs sind mit Begeisterung am Kochen, Schinken schneiden, flirten und bedienen. Die Küche kann man am ehesten als italienisch mit japanischem Einschlag bezeichnen. Wir sind mehr als einmal da und werden am letzten Abend herzlich verabschiedet.

Wetter
Vier Tage Sonne und blauer Himmel, zwei Tage Regen, was es schütten mag, ansonsten wechselhaft, aber immer warm und zwischen 17 und 21 Grad.

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