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Nice: je suis retour.

April 2016 – Endlich wieder zurück an einem vor zwei Jahren neu entdeckten Lieblingsort. Und dieses Mal nicht nur für ein verlängertes Wochenende, sondern für eine ganze Woche. Und wie cool ist das denn? Vom Wartebereich im Flughafen Zürich kann ich meinem gelben Koffer (siehe Foto unten) beim Verladen zusehen!

Zürich Flughafen  image

Reise
Mit Helvetic Airways ab Zürich direkt nach Nizza in knapp einer Stunde. Bei der Anreise ohne den blauen Himmel und die freie, atemberaubende Sicht auf die Berge, das Foto oben stammt von einem lichten Moment der Rückreise. Mit dem Taxi ist man in rund 15 Minuten in der Stadt, kostet in unserem Fall stattliche 33 Euro. Für die Rückreise nutzen wir den Bus, dauert rund 35 Minuten und kostet 6.50 Euro.

Wohnen
Einmal mehr greifen wir auf Airbnb zurück und finden ein tolles Apartment direkt an der Promenade des Anglais. Vermieterin ist Margie, eine Holländerin, welche schon seit 20 Jahren an der Côte d’Azur lebt. Eine sehr sympathische und hilfsbereite ältere Dame, welche für uns auch schon eine Flasche Rosé kühl gestellt hat. Der einzige Nachteil der Wohnung ist die vielbefahrene vierspurige Strasse zwischen Haus und Meer, aber dank guter Rollladen ist trotzdem für guten Schlaf gesorgt.

Essen
Wir sind in der komfortablen Lage, über eine Wohnung mit Küche zu verfügen. Das bedeutet, wir essen öfters morgens und abends zuhause und auf unserem Balkon mit der grossartigen Aussicht aufs Meer. Zwischendurch haben wir natürlich trotzdem mal Café und Croissant in einem der umliegenden Bistros genossen. Immer empfehlenswert…
Natürlich wollten wir auch wieder beim Restaurant „Luc Salsedo“ vorbei. Allerdings hat der Besitzer das Restaurant an jemand anderen übergeben und produziert nun die Socca Chips. Das Angebot der Nachfolger hat uns nicht überzeugt, also kein Besuch. Dafür an zwei Abenden bei der Empfehlung unserer Airbnb-Host dem „Il Vicoletto“, 6 bis Rue de France, gegessen: kleines Restaurant mit Terrasse, italienisch, lecker, sehr sympathische und aufmerksame Bedienung, (zu) grosse Portionen, die teilweise etwas Peperoncino vertragen hätten.

Ansehen, Ausflüge

  • Es lohnt sich, die Stadt zu Fuss zu entdecken und zwischendurch einfach mal in ein Tram oder in einen Bus zu hüpfen und bis zur Endhaltestelle und zurück zu fahren. Ein Pass für sieben Tage ÖV kostet unschlagbare 15 Euro pro Person (bei 1.50 für die einzelne Fahrt).
  • Spaziergang vom Hafen (oder Parc Vigier) nach Cape Nice: Weisse Felsen, türkisfarbenes Meer, beeindruckende Häuser… toll! Am Ende beim Cape Nice entweder den selben Weg wieder zurück gehen oder hoch zur Strasse und den Bus zurück zur Stadt nehmen.

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  • Fondation Maeght, Saint-Paul-de-Vence: Eine grossartige Anlage! Gegründet als Stiftung 1964 vom Ehepaar Marguerite und Aimé Maeght. Zu sehen sind Werke von Giacometti, Calder, Chagall, Matisse, Miró und vielen mehr. Mich beeindrucken die sich toll in die Umgebung einfügenden Skulpturen etwas mehr als die Gemälde in den Gebäuden. Und Achtung: Das Gebäude rechts direkt bei der Bushaltestelle ist eine Schule. Die Fondation liegt im Wald, also zum Kreisel, dort geradeaus und cirka 700 Meter auf der Strasse entlang laufen.

 

  • Und wenn man schon mal in Saint-Paul-de-Vence ist, auch gleich noch den Bus weiter nach Vence nehmen (ca. 10 Minuten) und St. Paul de Vence auslassen, da ist nix ausser einer schönen Aussicht und ein paar Shops, welche Souvenirs an die Touristen verkaufen.
    Ein Spaziergang durch die hübsche Altstadt, ein leckeres Mittagessen im „Le Pigeonnier“ auf dem Dorfplatz und spontan ein kurzer Besuch im „Musée de Vence“, welches mich mit einem eindrucksvollen Altbau und einer Ausstellung Basquiat/Warhol lockt. Die 6.50 Euro haben sich gelohnt.

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  • Ausflug zu Villa und Garten „Ephrussi de Rothschild“, 06230 Saint-Jean-Cap-Ferrat: die kleine, aber nicht minder hübsche Schwester der Insel Mainau am Bodensee verfügt über acht verschiedene Gärten und das Springsprunnenspiel ist mit Musik choreografiert. Eindrucksvoll! Das Museum in der Renaissance-Villa aus dem 19. Jahrhundert verfügt über ein paar schöne Stücke aus dem Leben der Familie Rothschild.
  • MAMAC (Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain): Zeitgenössische Kunst auf vier Etagen. Immer noch gut, die permanente Ausstellung jedoch immer noch dieselbe wie vor zwei Jahren, daher nix Neues. Der Eintritt kostet mittlerweile auch 10 Euro. Was aber völlig in Ordnung geht, da man sich von der Schweiz ja nichts anderes gewohnt ist.

Wetter
In den ersten vier Tagen eine Mischung aus Sonne, Wolken, Dunst und Wind. Danach drei tolle sonnige Tage und passenderweise regnet es an unserem Abreisetag (ich habe noch nie so viele Hunde an einem Flughafen gesehen!). Zwischen 17 und 23 Grad warm.

1 Kommentare

  1. Christine sagt

    Danke für die Tipps. Will ja auch schon lange Mal wieder nach Nizza. Lieber Gruss, cs

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