Deutschland, Die Reise 2015, Europa
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#10 – Berlin: Meine Tipps.

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Für die Reise mit dem Zug von Dresden nach Berlin habe ich mir für rund 35 Euro das 1. Klasse Sparticket gegönnt. In weiser Voraussicht, wie sich beim Einsteigen herausstellt: Der Zug kommt von Brno, Tschechien, wo er um 5.41 Uhr abgefahren ist und weiter bis Hamburg Altona fährt, wo er um 15.43 Uhr ankommen soll. Bis jetzt spricht nichts dagegen: wir erreichen Berlin pünktlich. Der Zug ist ziemlich alt, die Polster tief, der Service am Platz tiptop und im Speisewagen wird noch richtig gekocht.

Wohnen
Immer wieder und gerne nutze ich airbnb, so auch für Berlin. Allerdings hatte ich schon bessere Unterkünfte als nun diese hier. Also eigentlich war jede besser. Aber he, die Wohnung ist sauber, hat einen Balkon und die Lage zwischen Rosenthaler Platz und Oranienburgerstrasse ist top!

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Essen

  • „Café Lenet“, Torstrasse 78: Zum Frühstück schon gut, wenn man (hausgemachte) Kuchen mag, bestimmt noch besser.
  • „Keyser Soze“, Tucholskystrasse 33: Ich war zum Frühstück da, welches man in einer grossen Auswahl von 7.35 (!) bis 18 Uhr erhält. Von 11 bis 23 Uhr gibts auch warme Küche.
  • „The Ponch“, Ackerstrasse 155: traditionelles, sehr gutes thailändisches Essen in einem kleine, puristisch eingerichteten Lokal. Auf die Frage, warum wir denn die einzigen Gäste heute sind, kommt die Antwort der Bedienung: „Ach, im Sommer wirds dann schon besser…“.
  • „Bötzow-Privat“, Linienstrasse 113: eine coole, alte Kneipe. Der Name stammt von der Brauerei Julius Bötzow, welche die grösste Berliner Privatbrauerei war und von 1864 bis 1945 bestand. Wie uns der Kellner erklärt, stehen Räumlichkeiten und Logo des Lokals heute wohl unter Denkmalschutz und müssten für jede weitere Nutzung unverändert verwendet werden.
  • „Il Ritrovo“, Gabriel-Max-Strasse 2: einfach wirklich gutes italienisches Essen. Ich glaube ja immer noch, die Nonnas der Punk-Jungs kochen zuhause den Sugo. Beim ersten Besuch vor knapp zwei Jahren habe ich gefragt, ob sie hier auch Salat haben. Antwort: „Klar, kannst in die Küche gehen und dir selber welchen machen…“ Ich bereue es ein wenig, dass ich das nicht ausprobiert habe, aber die Pasta war auch so fantastisch. Und mittlerweile steht der Salat auch offiziell in der Speisekarte.
  • Petrocelli, Torstrasse 171: Wenn wir diesen Italiener nicht erst an unserem letzten Abend entdeckt hätten, wären wir bestimmt noch ein zweites Mal hingegangen. Schönes Lokal, freundliche Bedienung und wirklich gutes Essen. Wenn ein neuer Chefkoch angestellt wird, muss er erst mal für sechs Wochen bei Mamma Ada eine Ausbildung absolvieren.

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Einkaufen

  • „Hammet“, Krimibuchhandlung, Friesenstrasse 27: Top für alle Neu-Erscheinungen und mit einem illustren Krimi-Antiquariat. Auch online bestellbar.
  • „& Other Stories“, Neue Schönhauserstrasse 15: preislich mittlere Klasse. Klassisches Design. Kleider, Schuhe, Accessoires auf zwei Etagen.
  • „Made in Berlin“, Neue Schönhauserstrasse 19: Second Hand, ein Laden der Kette Kleidermarkt mit vier Läden in Berlin und zwei in Hamburg.
  • „COS“, Neue Schönhauserstrasse 20: Haben wir in der Schweiz ja nun mittlerweile auch, der momentane Eurokurs spricht aber wohl für Einkäufe in Deutschland. Am Kurfürstendamm und an der Friedrichstrasse gibts weitere Filialen.
  • „Pick’n’Weight“, Alte Schönhauserstrasse 30: Die meisten Klamotten werden zum Kilopreis abgerechnet. Taschen und Accessoires nicht.
  • „Broke + Schön“, Alte Schönhauserstrasse 35: Coole Klamotten, schöner (meist nickelfreier), bezahlbarer Schmuck. Gibt auch noch eine Filiale in Friedrichshain.
  • „Garments Vintage“, Linienstrasse 204/205: Sehr schön präsentierte, edle Stücke.  Weiterer Shop an der Stargarder Strasse 12A.
  • Trash Schick, Wühlischstrasse 31: Cooler Second Hand Laden. Hab mir dann trotz des selbstauferlegten Einkaufsstopps ein Kleid für 18 Euro gekauft.

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Ansehen

  • Die Mario Testino Ausstellung (noch bis 26.7.2015) „In your Face“, Kulturforum, Matthäikirchplatz: Wirklich sehr interessant. Mit dem Audioguide kann man sich noch acht kurze Filme während der Ausstellung ansehen.
  • Beim ersten Besuch natürlich noch Brandenburger Tor, eine Schifffahrt (ab Friedrichstrasse), Fernsehturm Alexanderplatz (vorher online einen einen VIP-Zugang buchen mit Restaurantplatz und Aussicht über die ganze Stadt), Gedenkstätte Berliner Mauer, Grosser Stern, Nikolaikirche, Museumsinsel und eine Busfahrt mit Nummer 100 oder 200.
  • Das „Stasi Museum“, Ruschestrasse 103, Haus 1: In den Originalräumlichkeiten der Stasi. Wurde im Januar 2015 neu eröffnet und bietet eine wirklich gute Aufarbeitung dieser Zeit.
  • „Hamburger Bahnhof“, Invalidenstrasse 50-51: immer wieder grossartige Ausstellungen.
  • „Martin-Gropius-Bau“, Niederkirchnerstrasse 7 : die Ai Weiwei Ausstellung „Evidence“ im 2014 war echt gut und ein Besuch lohnt sich immer wieder.

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Allgemein

  • Der „Waschsalon 115“ am Rosenthaler Platz: mit angeschlossenem Café vergeht die Zeit noch schneller. Wobei dafür ja schon der Elton-John-Verschnitt sorgt: mit seiner eigenen Art trägt er zur nötigen Hektik und Unterhaltung bei.
  • Joggingzeugs dabei? Dann ab in den Tiergarten! Ist echt toll und abwechslungsreich zum Laufen.

3 Kommentare

    • Wir können uns immer noch fast nicht entscheiden, welches unser Lieblingsfleckchen ist. Es gibt einfach zu viele davon in Berlin 😉

  1. Karin sagt

    Muss jetzt auch noch meinen Senf dazugeben…:-) Ein Tipp vielleicht noch für den nächsten Berlin-Aufenthalt: Winterfeldtplatz in Schöneberg, samstags ist da jeweils Markttag; gilt als einer der schönsten Märkte in Berlin. Rundherum kann man herrlich Kaffee trinken und dem Markttreiben zuschauen. Ebenfalls (m)ein Juwel in Schöneberg: der Viktoria-Luise Platz. Herrlicher kleiner Park umsäumt von Restaurants und Cafés, wo man sich rund um die Welt „zmörgele“ kann (Restaurant Montevideo).
    Und nun guten Flug nach Bangkok!

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